Herkunft und Geschichte des Dobermanns

Apolda, eine Stadt zwischen Weimar und Jena, mitten im grünen Herzen von Thüringen, ist die Geburtsstätte unseres Dobermanns.
Karl Friedrich Louis Dobermann lebte vom 02. Januar 1834 bis 09. Juni 1894 als städtischer Hundefänger, Abdecker, Steuereintreiber, Polizeibeamter und Bote in Apolda.

Für seinen Beruf brauchte er scharfe, wachsame und mannfeste Hunde.
Der Verein zur Veredlung von Hunderassen in Thüringen veranstaltete jährlich seit 1863 einen Hundemarkt in Apolda.
Als Zeitzeuge finden wir noch heute im Zentrum der Stadt den Hundebrunnen, versehen mit einer Messingplatte, auf der ein Dobermann zu sehen ist.

Welche Hunde damals zur Veredlung eingesetzt wurden, kann man nicht mehr eindeutig sagen.
Friedrich Louis Dobermann züchtete damals einen Gebrauchshund für seinen persönlichen Schutz.
Somit entstand nicht nur der Dobermann, sondern auch die ersten Ausstellungen, in dem der Rasse- und Gebrauchswert beurteilt wurden.
Unterschieden wurde damals zwischen Schäfer, Jagd, Haus, Fleischer und Luxushund.
Unsere glatthaarigen Dobermannpinscher hatten um 1898 eine Schulterhöhe von 45cm bei den Hündinnen und bis 50cm bei den Rüden. Die Farben variierten von schwarz, braun, grau bis isabell mit typischen Abzeichen auf der Brust und reichlich Unterwolle.

 

Das Erscheinungsbild war ein mittelgroßer, kräftiger Körperbau, kurzer Hals und Kopf und natürlich die kupierten Ohren und Rute. Gekauft wurden die Hunde jedoch wegen ihres Charakters. Die Dobermänner überzeugten durch ihre Schärfe, Uner-
schrockenheit, und Mut. In der Bevölkerung sprach man vom Gendarmenhund, der über eine große Portion Löwenmut verfügte.

Der Schnapsfabrikant und Unternehmer Otto Göller „Zwinger von Thüringen“ kaufte damals die besten Hunde in Thüringen auf. Otto Göller veredelte diese Rasse und war gleichzeitig Wegbereiter der Dobermänner. In seinem damaligen Besitz befanden sich teilweise bis zu 80 Hunde. Otto Göller gründete am 27. August 1899 den ersten „Dobermann- Pinscher- Klub-Apolda“. Wenig später nannte man die Vereinigung in Apolda “Urklub von 1899“. Die bedeutendsten Züchter in Apolda waren Goswin Tischler „von Grönland“ und Gustav Krumpholz „von Ilm-Athen“. Auch war es maßgeblich der Verdienst Göllers, dass diese schneidige Rasse mit eindrucksvollen Charaktereigenschaften weltweit Verbreitung fand.

Einweihung Dobermann-Brunnen
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Dobermann-Denkmal
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Gründertisch Apolda 1904
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Panoramabild
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Dame mit Dobermann
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Haus mit Dobermann-Geschichte